Was ist eigentlich ein Hackintosh ?

Mein Hackintosh Setup

Heute möchte ich mal darauf eingehen, was ein Hackintosh überhaupt ist. Ich denke viele von Euch haben schon oft den Begriff im Netz gelesen und sich gefragt, was das eigentlich genau ist.

Also was ist ein Hackintosh ?

Einfach erklärt ist ein Hackintosh ein PC, bestehend aus gewöhnlicher PC Hardware, auf dem macOS ausgeführt werden kann. Der Begriff Hackintosh leitet sich hier aus dem englischen „hacken“ und „Macintosh“ ab. Sprich ein gehackter Macintosh.

Wenn es so einfach wäre hätten wahrscheinlich schon ganz viele einen Hackintosh.

Und warum ein Hackintosh ?

Hier fällt einem wahrscheinlich als erstes der hohe Preis der Apple Produkte gegenüber eines normalen PCs ins Auge. Und ja, er ist für die meisten Nutzer das ausschlaggebende Argument.

Wo liegt das Problem ?

Im ersten Augenblick sollte man glauben, das beide Systeme doch aus denselben Komponenten bestehen.

Leider ist dem nicht ganz so, denn ein gewöhnlicher PC hat hier zum Beispiel ein BIOS. Dieses hat der Mac so nicht. Auf dem PC wird die Grundkonfiguration der Hardware eines PCs vorgenommen und an das Betriebssystem weitergereicht.

Bei einem Mac gibt es kein BIOS. Hier liegt die Hardwarekonfiguration im SMC (System Management Controller). Die Parameter für das Betriebssystem liegen hier bei älteren Macs im PRAM (Parameter Random Access Memory) und bei neuern Macs im NVRAM (Not Volatile Random Access Memory).

Allein dieser Unterschied verursacht das Problem der Kompatibilität. Denn ein herkömmlicher PC, liefert nicht die passenden Parameter die in einem Mac gespeichert sind und so wird die Installation von macOS verweigert. Umgekehrt funktioniert die Installation von Windows oder Linux recht simpel und ohne Komplikationen.

Aber es geht ja anscheinend doch ?

Richtig. Aber !!!

Wer jetzt glaubt das kann ja nicht so schwer sein, den muss ich vorweg enttäuschen.

Um das erwähnte Problem der Inkompatibilität zu lösen und macOS zu installieren oder auch nur starten zu können, müssen wir also dem System glaubhaft machen, auf einem richtigen Mac zu laufen (NVRAM , SMC). In den Zeiten der Virtualisierung sollte das doch nicht ganz so schwer sein, und richtig, ist es auch nicht. Virtualisierungsprogramme wie VMWare, Virtualbox, etc. können auch einen Mac emulieren. Hierbei wird allerdings die komplette Hardware emuliert, beziehungsweise nur teilweise direkt angesprochen, was zu starken Performance-Einbußen führen kann.

Ein richtiger Hackintosh benutzt keine Hardwareemulation, sondern lediglich einen emulierten NVRam und SMC. Dies wird bei einem Hackintosh durch einen zuvor geladen Bootloader gemacht. Die Top-Kandidaten sind dabei aktuell ganz klar OpenCore und Clover.

Clover ist dabei ein Urgestein und seit den Anfängen der Hackintoshs (Umstellung von der PowerPC Plattform zu Intel). Mittlerweile hat hier OpenCore, der noch relativ neu ist, stark an Beliebtheit gewonnen und ist hier meiner Meinung nach tendenziell die aktuell bessere Wahl.

Bootloader und los geht’s……..

Auch hier muss ich Euch leider bremsen.

Leider ist es nicht so einfach wie man denkt, da die Bootloader etliche Parameter benötigen, die Eure Hardwarekonfiguration wiedergeben. Hier gibt es keinen Standard Bootloader der einfach aufgespielt wird und alles läuft auf Anhieb.

Wieso so kompliziert ?

Hier kommt zum Tragen, das macOS leider komplett anders funktioniert wie Windows.

Jeder kennt denke ich eine Windows Installation. DVD / Stick rein, davon booten, weiter, weiter, weiter, Installation fertig. Danach noch ein paar Treiber installieren und das System läuft.

Leider gibt es nur wenige Treiber für macOS, da die Hardware durch Apple bestimmt wird und macOS genau auf diese angepasst worden ist. Bei macOS sind die Treiber zum größten Teil im System integriert und Apple lässt auch hier keine schweren Eingriffe mehr ins System zu. Sprich, Ihr benötigt unterstützte Hardwarekomponenten, die auch noch je nach macOS Versionen variieren. Dies schränkt also die lauffähigen Konstellationen der PC Hardware schon drastisch ein. Eine Auflistung der Komponenten die funktionieren und nicht funktionieren, würde hier den Rahmen sprengen. Hierzu gibt es schon Quellen, die diese auflisten, was aber nicht heisst, das Eure Komponenten nicht funktionieren könnten. Das bedeutet, das hier erstmal eine Recherche im Netz , selber testen oder im schlimmsten Fall sogar ein Komponententausch notwendig ist.

Falls Ihr es dennoch versuchen wollt, solltet Ihr Euch bewusst sein, das hier im Normalfall nichts schnell gehen wird. Mit viel Glück findet Ihr im Netz eine passende Konfiguration mit Bootloader (hier meist einfach EFI genannt) passend zu Eurer Hardware. Dann könnt Ihr Glück haben, das der Nutzer diese auch aktuell hält und auch diese korrekt konfiguriert hat. Ich rate Euch deshalb, sich grundsätzlich selbst, in die Materie einzuarbeiten. Euch Eure eigene Konfiguration zu erarbeiten, da es hier auch später von Vorteil ist, wenn man den Bootloader aktualisieren muss. Auch hier zeigt die Community, das es nicht nur am hohen Preis der Apple Produkte liegt, sondern das es vielen Nutzern einfach darum geht, das man es kann, und den Anreiz all diese Probleme zu lösen.

Wenn Ihr dazu bereit seid, etliche Stunden der Einarbeitung in Kauf zunehmen, ist es gut möglich einen Hackintosh zu erhalten, der all das bietet, was ein richtiger Mac bietet.

Hier findet Ihr Infos zu meinem Hackintosh

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